Von Stärke getragen: Die Geschichte einer Mutter aus dem Libanon

Eine Mutter aus dem Libanon verliert von heute auf morgen alles: ihr Zuhause, ihre Existenz, ihre Sicherheit. Und doch kämpft sie weiter für ihre vier Kinder. Hinter den abstrakten Nachrichten und Zahlen aus dem Krisengebiet steckt die Geschichte von Zeinab.

Hinweis: Aus Sicherheitsgründen haben wir den Namen der betroffenen Person geändert und dürfen keine Bilder veröffentlichen.

Zeinab ist 30 Jahre alt und Mutter von vier Kindern. Ihr Mann, ein Soldat bei der libanesischen Armee, trug mit mehreren Jobs zum Familieneinkommen bei – bis ein schwerer Unfall ihn arbeitsunfähig machte. So übernahm Zeinab die Verantwortung für ihre Familie. Mit viel Energie baute sie sich eine Existenz auf: Sie hielt Hühner, bewirtschaftete Felder und pflegte Bienen.

Doch dann kam der Krieg und nahm ihr alles, was sie sich hart erarbeitet hatte. Lernen Sie jetzt Zeinab kennen und erfahren Sie, wie aus Verzweiflung Hoffnung wurde.

Auf der Flucht

Zeinab kommt aus Nabishit, einer Region im Libanon, die besonders heftig von dem Krieg getroffen wurde. Beim ersten Ausbruch der Kämpfe 2024 versuchte die Familie zu fliehen, musste jedoch völlig auf sich allein gestellt wieder umkehren. Als die Lage Anfang 2025 erneut eskalierte, blieb ihnen keine andere Wahl, als alles zurückzulassen und zu Verwandten nach Zahle zu fliehen. Kurz darauf wurde ihr Heimatquartier bombardiert und ihr Haus schwer beschädigt.

Der Wendepunkt

Bis heute lebt die Familie auf engstem Raum bei Verwandten in Zahle. Ohne Privatsphäre, ohne ein geregeltes Leben und mit ständiger Angst vor der Zukunft.

Als sie erfuhr, dass unsere Partnerorganisation flüchtenden Familien hilft, fasste sie Mut und meldete sich.

Was sie dort erhielt – Hygienepakete, warme Decken, Matratzen und Kleidung –, war für sie weit mehr als nur materielle Unterstützung. Es war die Gewissheit, nicht allein zu sein.

«Es war das erste Mal, dass ich das Gefühl hatte, jemand kümmert sich um mich.»

Dieser eine Satz von Zeinab zeigt, dass Nothilfe nicht anonym ist. Sie erreicht genau die Menschen, die sie am dringendsten benötigen.

Nothilfe, die ankommt

Zeinabs Geschichte ist kein Einzelfall. Über eine Million Menschen sind im Libanon auf der Flucht – viele davon zum zweiten Mal.

Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation MERATH stellen wir sicher, dass Hilfe ankommt. Es konnten bereits über zwei Millionen warme Mahlzeiten ausgegeben und 96’000 Matratzen verteilt werden.

Doch die Krise ist nicht vorbei. Zeinab steht stellvertretend für unzählige Mütter, die täglich um das Überleben ihrer Familie kämpfen. In dieser humanitären Katastrophe dürfen wir nicht wegschauen.